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Meditation - die tiefe in der stille

Aktualisiert: 20. Juli 2023



Was bedeutet Meditation?

Das Wort „Meditation“ stammt aus dem Lateinischen „meditatio“ was so viel „Nachdenken, Nachsinnen“ bedeutet.

In der Meditation (Dhyana in Sanskrit) geht es darum die Gedanken zur Ruhe zu bringen, indem man den Geist auf ein Objekt (z.B. dem Atem) fokussiert und dort verweilt. Dadurch schulen wir unseren Geist und unser Bewusstsein wird erweitert.


Was ist Achtsamkeit?

Achtsamkeit ist bewusstes Wahrnehmen. Also Meditation in Aktion. Wir nehmen all das was in und um unseren Körper herum passiert, egal wo wir uns gerade befinden, bewusst wahr, ohne zu dies zu bewerten. Wir treten also in die Rolle des Beobachters ein.

Was braucht es dafür?

Einen stabilen, klaren und friedvollen Geist. Einen Raum, indem man sich wohl fühlt und vor allem ungestört verweilen kann. Und dann natürlich noch Zeit, den Willen zu Meditieren und Geduld.


Kann jeder das Meditieren lernen?

Jeder kann meditieren lernen. Egal ob jung oder alt, egal welche Nationalität oder Religion man angehört. Das Einzige was es braucht, ist der Wille sich kennenzulernen.


Wie oft und wie lange und wann ist der beste Zeitpunkt dafür?

Wenn man erst mit dem Meditieren am Anfang steht, ist es ratsam die Meditation immer zur gleichen Zeit am gleichen Ort durchzuführen. Mach aus deiner Mediation eine positive, liebevolle Routine. Der Zeitpunkt sollte so gewählt sein, dass du ungestört und allein für einige Zeit an deinem Wohlfühlort verweilen kannst. Du kannst gleich in der Früh beginnen – hier ist der Geist noch ruhig und erholt von der Nacht – oder du wählst einen für dich persönlich besseren Zeitpunkt. Bei der Dauer der Meditation sind keine Grenzen gesetzt, jedoch würde ich zu Beginn erst einmal mit ein paar Minuten beginnen. Denn so einfach wie es sich anhört ist es nicht. Hinsetzen, Augen zu und ich bin in meiner Mitte. Es braucht viel Geduld und Zeit deinen Geist dahin zu schulen, dass er ruhig werden darf – etwas, dass wir in der heutigen, schnelllebigen Zeit ja nicht mehr wirklich gewohnt sind. Driftest du ab, überliste deinen Geist und fokussiere dich immer wieder neu, lass nicht zu, dass dein „Monkey Mind“ dich stört.


Was passiert bei einer regelmäßigen Praxis?

Du wirst eine Veränderung wahrnehmen, aber auch hier - übe dich in Geduld. Eine Woche tägliche Meditation macht keinen Erleuchteten aus dir. Mal geht es besser, mal wieder schlechter. Jedoch wirst du beginnen dich besser kennenzulernen, wirst geduldiger, wertest vielleicht nicht mehr so oft, dein Geist beginnt ruhiger und klarer zu werden, es öffnen sich neue Einblicke. Nämlich der Blick nach innen. In der Meditation ist es dir egal wie du aussiehst, was du trägst, welchen Besitz du hast, worüber du dich definierst. Du gelangst Schicht für Schicht immer tiefer zu deinem wahren Selbst. Das was dich wirklich ausmacht, wer du wirklich bist, deine Essenz. Ohne jegliche Anhaftungen, Wertungen, ...


Was erlebt man währenddessen?

Zuerst einmal jede Menge Gedanken und Unruhe, dann man ja davon ausgeht, dass man nicht denken soll. Und was passiert dann? Man beginnt immer mehr und immer mehr zu denken. Dadurch wir dir erlaubt, einmal so richtig bewußt deine eigenen Gedanken zu beobachten. Sind es immer wiederkehrende Gedanken, springen deine Gedanken von einem Thema zum Nächsten, bist du in der Vergangenheit oder Zukunft? Dadurch lernt man seine Gedanken neutral zu beachten. Denn, sobald wir die Augen schließen, befinden wir uns im Inneren Sehen (innere Bilder) Hören (deine Gedanken) und Fühlen (unsere Emotionen). All die Gedanken und Emotionen, die wir tagein tagaus mit uns tragen, bestimmen unser Leben. Also erlaube dir einmal deine Gedanken zu beobachten, vor allem wie du mit ihnen umgehst - positiv oder eher negativ. Gehst du gedanklich liebevoll mit dir um oder machst du dich gerne selbst schlecht, wie kommunizierst du mit dir? Unsere jahrelang antrainierten Gedanken sind für unsere Emotionen zuständig und hier befinden wir uns im Fühlen. Aus dem Gefühlten entsteht ein gewisses Verhalten, unsere Realität. Aus dem Verhalten entstehen Handlungen. Um Ruhe und Stille – und somit auch Klarheit – zu finden meditieren wir. Je öfter wir unseren Geist ruhen lassen umso eher werden die Gedanken ruhiger. Versuche stets im gegenwärtigen Moment zu verweilen, hole dich immer wieder zurück in diese angenehme Ruhe und Stille. Bleib dran, es lohnt sich.


Was sind die Herausforderungen?

Gerade wenn man mit dem Meditieren beginnt, schießen einem wirklich richtig viele Gedanken durch den Kopf. Der Gedanke, der am lautesten ist, heißt: „hör auf zu denken“. Aber darum geht es ja nicht. Es geht darum deine Gedanken neutral zu beobachten. Sie dürfen kommen, aber sie dürfen auch wieder gehen. Und es kann durchaus spannend sein, seinen Gedanken einmal bewusst zu lauschen.


Der gesundheitliche Aspekt

Meditation hat sowohl auf den Körper (physisch), als auch auf den Geist (psychisch) positive Auswirkungen. Unter Anderem wird durch eine Meditation unser Immunsystem gestärkt, durch die Ruhe im Körper wir das ganze Herz- Kreislaufsystem reguliert, das eigene Wohlbefinden verbessert sich (und somit auch das in deinem Umfeld). Inne Ruhe stellt sich ein, wir tauchen in eine tiefe Entspannung. Depressionen und Ängste werden gelindert, ersetzt jedoch nicht eine ärztliche Begleitung.


Wie beginne ich nun?

Am besten findest du einmal eine für dich bequeme Sitzhaltung. Diese sollte stabil, aber angenehm sein. Gerne ein Kissen, eine Decke als Unterstützung nehmen. Wichtig dabei ist, dass du deine Muskulatur entspannen kannst und deine Wirbelsäule aufrecht bleibt. Solltest du Probleme damit haben, gerne auch auf einen Stuhl setzen und ja, im Liegen kann man auch Meditieren, nur passiert es dann leider auch dass man abdriftet und einschläft. Sobald du eine Position für dich gefunden hast, in der du längere Zeit verweilen kannst, beginne sanft deine Augen zu schließen. Somit ziehst du deine Sinne nach innen. Wenn schon jetzt der Gedankenstrom beginnt, lenke deine Aufmerksamkeit auf deine Atmung. Verändere sie nicht, beobachte sie nur. Und wenn immer du wieder abgelenkt bist, gehe zurück zu deinem Fokus, deiner Atmung. Beginne langsam, ein paar Minuten (gerne mit Timer).


Was ist das Wichtigste beim Meditieren?

Dranbleiben! Seinen Fokus immer wieder auf das Wesentliche lenken, im jetzigen Moment.


Ein paar Empfehlungen (KEINE bezahlte Werbung). Apps, die ich selber verwende und Bücher die ich gelesen habe und für gut empfinde.


APP´s

  • Inside Timer (auch Gratisversion mit vielen Meditationen, Music, etc.)

  • Meditation Timer (verwende ich für die Yin Yoga Stunden und meine persönliche Praxis)

BÜCHER


Peter Beer

Meditation – Stress und Ängste loswerden und endlich den Geist beruhigen

Verlag: arkana

Jack Kornfield

Frag den Buddha und geh den Weg des Herzens

Verlag: Kösel

Dr. Joe Dispenza

Werde Übernatürlich – wie gewöhnliche Menschen das Ungewöhnliche erreichen

Verlag: Koha


Und zum Schluss lade ich dich herzliche zu einer Meditation mit mir ein. Alles was du brauchst ist ein Platz an deinem persönlichen Wohlfühlort, dort wo du ungestört meinen Worten lauschen kannst. Diese geführte Meditation liegt auf dem Fokus unseres Atems. Der Atem ist ein Fokuspunkt auf den du dich immer verlassen kannst. So zusagen dein Anker, sollten die Gedanken abschweifen, kannst du immer wieder zu ihm zurückkehren. Lass dich auf die nächsten 20 Minuten ein, ohne etwas erzielen oder erreichen zu wollen, alles darf so sein wie es gerade ist.





Viel Spaß, herzliches Namaste und

alles Liebe


Claudia


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